Gesicht zeigen

Theaterprojekt mit der Berufsbildenden Schule Marienheim zur zentralen Gedenkveranstaltung zum 9.November in Osnabrück

Das Gedenken an die Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde im Jahr 2014 durch die Berufsbildenden Schulen im Marienheim gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten in der Aula des Osnabrücker Schlosses unter dem Motto „Gesicht zeigen“ eine sehr engagierte und berührende Musiktheater-Produktion. Unterstützt wurden sie dabei von Katrin Orth und Ralf Siebenand vom Musiktheater Lupe. „Gesicht zeigen“ heißt für die Schülerinnen und Schüler: sich nicht wegdrehen, sondern hinschauen, wahrnehmen, Stellung beziehen oder handeln. Sie wollen mit dieser inhaltlichen Schwerpunktsetzung ganz bewusst Position gegen einen erstarkenden Antisemitismus in Deutschland beziehen. Hierfür haben sie sich intensiv mit den Schicksalen von Osnabrücker Opfern des Nationalsozialismus befasst, für die bereits Stolpersteine im Stadtgebiet verlegt wurden, haben Zeitzeugen interviewt, im Rahmen einer Projektwoche mit dem Musiktheater LUPE Texte geschrieben, Videos gedreht, Szenen entwickelt und ein Bühnenbild gebaut.

Das Lied „Ich bin ein Mensch“ spricht an, wofür jeder Stolperstein steht: für das Schicksal eines Menschen, dem das Leben gewaltsam genommen wurde. Die Textvorlage stammt von der Schülerin Anne-Lena Drechsler, Ralf Siebenand hat ihn bearbeitet und vertont.

Das Lied – aufgenommen bei der Veranstaltung am 9.November 2014 in der Aula des Osnabrücker Schlosses kann man sich anhören:
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